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Ausgabe 02/06

STENUM entwickelt die Salzburger Initiative für Nachhaltigkeit

SALINA - Ansatz und Ziele

Nachhaltige Entwicklung ist ein Prozess, dessen Initiierung und kontinuierliches Vorantreiben die Betrachtung eines Unternehmens als Gesamtheit erfordert. Innerhalb eines Unternehmens gibt es dabei Punkte, die eine besonders hohe Umsetzungseffektivität aufweisen. Diese "Leveragepunkte" gilt es mit dem Projekt "SALINA" – frei nach Archimedes - zu identifizieren und zu bewegen: "Gebt mir einen festen Punkt, und ich werde die Erde aus den Angeln heben!"

Flip Chart
Projektleiter R. Nußbaumer - WS4 Produkte & Dienstleistungen

Bestehende (Umweltmanagement-) Konzepte haben sich mit ihren Angriffspunkten bislang zu sehr und fast ausschließlich mit der Frage der Effizienz beschäftigt und die mindestens ebenso wichtige Frage der Effektivität vernachlässigt. Man ist zwar damit "den Weg richtig gegangen", hat aber teilweise darauf "verzichtet", auch "den richtigen Weg" zu gehen. Genau hier – bei der Initiierung einer dauerhaften Transformation von Unternehmen in Richtung Nachhaltigkeit - setzt dieses Konzept an.

Seit Anfang Februar werden von STENUM nun im Auftrag des Umwelt.Service.Salzburg fünf Oberpinzgauer Betriebe im Zuge der Salzburger Initiative für Nachhaltigkeit "SALINA" auf ihrem Weg der nachhaltigen Entwicklung begleitet.

Gemeinsam mit den Geschäftsführungen wurden individuelle Visionen einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung erarbeitet und mit Hilfe konkreter Unternehmensziele und Kennzahlen in die Managementsysteme der Unternehmen eingebunden. In einem weiteren Schritt erarbeiteten Experten der STENUM gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitsteam des Unternehmens konkrete Ansatzpunkte für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens.

Wichtige Strategien zur Zielerreichung sind der Umgang mit Rohstoffen und Abfällen, das Schließen von Stoffkreisläufen, Ressourcenschonung, der Einsatz erneuerbarer Energieträger, Produkt- und Dienstleistungsinnovationen sowie die Wahrnehmung sozialer und regionaler Verantwortung.

Aus den ökologischen und sozialen Zielen und Maßnahmen nachhaltiger Unternehmensentwicklung sollten klare ökonomische Vorteile in Form von Kosteneinsparungen durch verbesserten Ressourceneinsatz, Umsatzsteigerungen durch Produkt- und Dienstleistungs- innovationen und eine Stärkung der finanziellen Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der Unternehmen resultieren (ökonomische Nachhaltigkeit).

Der Wert des einzelnen Unternehmens wird damit gesteigert und somit der Salzburger Wirtschaftsstandort durch ein nachhaltiges Wirtschaften langfristig abgesichert.

Workshopszene
Workshopszene

Als Projektinnovation gelten insbesondere die gezielte Beachtung der identifizierten Leveragepunkte sowie die Breite der individuellen Themenumsetzung in den Unternehmen – welche auch das Expertenteam der STENUM GmbH besonders fordert.

SALINA – individuelle Umsetzung als Stärke

SALINA verfügt im Vergleich zu anderen Umweltprogrammen über keinerlei vorgegebene Kriterien, die von den teilnehmenden Unternehmen erfüllt werden müssen. Die teilnehmenden Unternehmen haben damit die Möglichkeit, ihren individuellen Weg der nachhaltigen Entwicklung mit Hilfe der Experten von STENUM selbst zu gestalten – wie man sieht mit Erfolg:

SALINA – individuelle UMSETZUNGSSCHWERPUNKTE

Gasthof Bräurup

Wasser- und Energiemanagement, österr. Umweltzeichen für Tourismusbetriebe

Fahnen Gärtner

Schonender und sparsamer Umgang mit Rohstoffen, Stoffstromanalyse mit dem Sankey-Editor der STENUM GmbH, Erstellung eines Umweltberichts

Malerei Nussbaumer

Abfälle und Energie, betriebliches Mobilitätsmanagement

Tischlereiwerkstätte Ranggetiner

Prozessoptimierung, Erstellung einer Sustainability Balanced Scorecard der STENUM GmbH, (Öko-effiziente) Produkt- und Dienstleistungsentwicklung

Schmittenhöhebahnen

Aufbau eines Recyclingnetzwerks, Erstellung einer betrieblichen Umweltpolitik, Energieeinsparung in den Gastronomiebetrieben

SALINA – Die Auszeichnung

Im Rahmen des 1. Salzburger Umwelttages erhielt STENUM eine Auszeichnung für die konzeptionelle Entwicklung der Salzburger Initiative für Nachhaltigkeit - "SALINA". Die Auszeichnung durch den Landeshauptmannstellvertreter Dr. Othmar Raus und den Leiter der Wirtschaftskammer Salzburg, KommR Julius Schmalz, war gleichzeitig auch der Startschuss für den Beginn der Umsetzung in den Unternehmen.

SALINA Urkunde