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Entwicklung der Energiepreise

Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Entwicklung der Energiepreise: knapper werdende Rohstoffvorräte, zunehmender Energiebedarf und dadurch ein ständiger Wandel in allen Energiemärkten, Änderungen der politischen Rahmenbedingungen und auch der Rückgang von Kraftwerkskapazitäten. Das sind die Ursachen für die steigende Tendenz der Energiepreise und auch Energie-ExpertInnen gehen davon aus, dass sich die Richtung nicht ändern wird.

Die Wirtschaftskrise dämpft diesen Anstieg nur vorübergehend, laut ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung) werden die Preise für Elektrizität, Rohöl, Gas und Kohle kurzfristig stagnieren. Mittelfristig rechnen die ExpertInnen wieder mit steigenden Preisen für diese Energieträger. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle ZEW Energiemarktbarometer. Dabei werden in einer Umfrage rund 200 Energiemarktexperten aus Energieversorgungs-, -handels- und Dienstleistungsunternehmen halbjährlich zu ihren Erwartungen hinsichtlich der kurz- und mittelfristigen Entwicklungen auf den nationalen und internationalen Energiemärkten befragt.

Als aussagekräftiger Index für die Energiepreis-Entwicklung kann die Entwicklung der Rohölpreise herangezogen werden. Bis zum Jahr 2008 stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) im Vergleich zu 1995 um den Faktor 2,5 (inflationsbereinigt). Die enormen Verteuerungen waren hauptsächlich auf folgende Faktoren zurückzuführen.

  • starkes Nachfragewachstum insbesondere in aufstrebenden Ländern Asiens
  • auf kurze Sicht nicht ausweitbare Ölproduktion
  • verminderte Investitionen aufgrund des niedrigen Ölpreis Ende der 90er Jahre und langen Vorlaufzeiten für Großprojekte
  • steigende Lizenzkosten und politische und ethnische Konflikte in wichtigen Zielländern den Ölfirmen

 

Zu einem Einbruch der Rohölpreise kam es mit der Wirtschaftskrise. Das lässt sich ganz deutlich aus den Entwicklungen der Preise ablesen, allerdings ist auch schon wieder ein Anstieg ersichtlich:

Quelle: NYMEX (New York Mercantile Exchange) 08/2009

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Der Trend steigender Preise für Energie bleibt am wahrscheinlichsten

Auf Sicht von fünf Jahren erwartet die deutliche Mehrheit der Energie-ExpertInnen, die vom ZEW befragt wurden, dass Energie teurer wird. Über 90 Prozent der Energiemarktexperten gehen davon aus, dass die Preise für Strom, Erdöl und Erdgas in der mittleren Frist steigen werden. Mit stabilen Preisen rechnen dagegen jeweils weniger als 10 Prozent der Experten. Nur eine verschwindende Minderheit glaubt an eine Abwärtsbewegung der Strom-, Öl- und Gaspreise.

E-Control Tarifkalkulator

Dieser Tarifkalkulator berechnet das günstigste Strom- und Gas-Angebot unter österreichishen Anbietern. Es müssen lediglich die Postleitzahl, sowie der Strom- bzw. Gas-Jahresverbrauch in kWh eingegeben werden. Falls der Verbrauch nicht bekannt ist, können auch einfach nur die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen bzw. im Fall einer Gasabfrage die Wohnfläche in m² angegeben werden.

E-Control Tarifkalkulator

 

Quellen:
ZEW Energiemarktbarometer 2009
NYMEX (Stand 08/2009)
Invest Kredit AG/Volksbank AG, Mario Wattaul, Ölmarktanalyse 2009


Energy Information Administration - Official Energy Statistics from the U.S. Government